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Hofmöblierung ENZO MuseumsQuartier Wien

Öffentlicher Raum
 

 

Nach dem Abbrand der Enzis letzten Winter hat es eine breite Diskussion gegeben, was in Zukunft in den Höfen des Museumsquartiers passieren soll. Viele Stimmen waren für eine Neuauflage der Enzis. „Uns als Architekten war das aber zu wenig“ sagt Anna Popelka.
„ Einfach neue alte Enzis produzieren ist zu wenig“.

„Die große Stückzahl an Enzis, die auf einen Schlag zu fertigen war bot auch neue Chancen“ sagt Georg Poduschka. PPAG Anna Popelka & Georg Poduschka, Architekten und Erfinder der Enzis kooperierten dazu mit MN*LS Margarita Navarro und Ludwig Slezak, zwei Produktdesignern. Aus dieser Kooperation ging das Enzo hervor. Eine breite Recherche aller Produktionsmethoden führte in einem monatelangem Entwicklungsprozess zur industriellen Fertigung. In echter Massenproduktion wird Kunststoffgranulat in eine Enzo-Negativform geblasen. Diese beachtlich große Form wird von einer Maschine, die den bezeichnenden Namen „Rock’n Roller“ trägt um zwei Achsen in einem großen Ofen rotiert, wodurch sich der Kunststoff durch die Fliehkraft an der Form verflüssigt. Nach langsamer Abkühlung kann das fertige Enzo aus der Form genommen werden. Nicht nur die Produktionsgeschwindigkeit, auch der Produktpreis konnten deutlich reduziert werden.

Das neue Enzo wird nicht mehr Jahr für Jahr umgefärbt. Stattdessen werden immer Enzos in vier verschiedenen Farben im MQ sein, aber ungefähr ein Viertel der Enzis wird jährlich neu produziert. Dadurch können die aussortiert werden, die am meisten abgenutzt sind und es findet ein schleichender Farbwechsel über die Jahre statt. Die Enzos sind 100% wieder verwertbar, das heißt sie werden gemahlen und wieder in den Produktionskreislauf eingebracht.

Das Design des Enzo ist eine Folge der neuen Produktionsmethode. Die Außenkontur und Größe ist genau gleich wie die des Enzi. Dadurch ist die altbekannte kombinatorische Vielfalt für die unterschiedlichen Aufstellungen gesichert. „Da das Enzo hohl ist waren Verstrebungen im Inneren erforderlich, und das ganze Enzo muss ja auch wieder aus der Form genommen werden. Daraus ergeben sich die konischen Höhlen als logische Konsequenz“ sagt Ludwig Slezak.



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